Mache ich mir als Mama wirklich zu viele Gedanken?

Mache ich mir als Mama wirklich zu viele Gedanken?

Ich will nichts falsch machen. Am meisten habe ich Angst vor Fehlern, die ich als Mama bei der Erziehung meines Kindes mache. Oder wir als Eltern, das spielt keine Rolle. Was wird unsere Tochter sagen, wenn sie erwachsen ist? Ich frage mich oft, was ein Kind für eine glückliche und erfüllte Kindheit braucht. Gleichzeitig stelle ich mir die Frage, hatte ich eine gute Kindheit und wenn ja, durch was? Das Schwierige dabei ist, dass jede Kindheit individuell verläuft und je nach Charakter und Persönlichkeit auch anders aufgenommen wird.

Ich habe mich mit meiner Freundin unterhalten. Wir sind gleich alt, gingen in die gleiche Schule und wuchsen sehr ähnlich auf. Unsere gemeinsamen Erlebnisse haben wir völlig unterschiedlich in Erinnerung. Momente, die mir Angst gemacht haben und ich mir sicher war, dass sie nicht von Vorteil für eine Kinderseele sind, fand meine Freundin nicht der Rede wert.

„Du bist einfach zu sensibel und machst dir zu viele Gedanken“, sagte sie zu mir. Aber könnte es nicht sein, dass sie die unangenehmen Momente aus ihrer Kindheit einfach nur verdrängt, schönredet oder einfach akzeptiert? Vielleicht ist das ihre gewählte Lebensstrategie, um an ihnen nicht zu zerbrechen und um sich zu schützen.

Ich habe eine andere Überlebensstrategie. Jeder Mensch wählt eine, um in dieser Welt klarzukommen. Und genau das macht auch die Kindererziehung oder das Begleiten der Kinder auf dem Weg zum Erwachsenwerden so schwer. Um meiner Tochter wirklich bis in die Tiefe gerecht zu werden, muss ich so viel verstehen, sehen und fühlen. Und gleichzeitig auf keinen Fall nur meine Empfindungen auf sie projizieren. Denn sie ist ein Individuum, mit ihrer eigenen Welt und einer einzigartigen Brille, durch die sie die Welt wahrnimmt.

Ob ich alles richtig machen werde?
Ja und nein und zum Teil.

Aber bei einem Punkt bin ich mir ganz sicher: Ich gebe mir große Mühe und bin mir meiner Verantwortung meinem Kind gegenüber bewusst.

Autorin: Lisa Marie Albrecht
Datum: 19.05.2024

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Ich glaubte nicht daran, bis ich es selbst fühlte. Nervenprobe im Supermarkt Für Außenstehende ist es vielleicht lächerlich. Einfach loszuleben, ist gar nicht so einfach. Künstliche Intelligenz kann nicht an Burnout erkranken. Wir, im Kampf gegen sie, schon. Manchmal sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht.